Die CDU Fraktion steht zu der über viele Jahre hinweg sehr gut funktionierenden Partnerschaft zwischen der Gemeinde Kiedrich und dem Träger der katholischen Kindertagesstätte St. Valentin. Zusammen mit der kommunalen Kindertagesstätte Hickelhäusje kann die Gemeinde den gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kita in Kiedrich sicherstellen. Damit dies auch weiterhin gelingt, beteiligte sich die Gemeinde seit 2006 auch mit 85 % an dem Zuschussbedarf für die laufenden Kosten nach Abzug der Elternbeiträge und Zuschüsse von Bund und Land. Dieser Vertrag zwischen dem katholischen Träger und der Zivilgemeinde hat über Jahre sehr gut funktioniert.

Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wird nun ohne Not von der SPD Fraktion in Frage gestellt. Die SPD treibt dabei die Frage um, warum der Zuschuss der Gemeinde zum laufenden Betrieb der KITA St. Valentin in den letzten zehn Jahren stetig angestiegen ist und strebt einen Vergleich der Kostenstrukturen zwischen der kommunalen und der katholischen KITA an. Diese beiden Punkte stimmt auch die CDU Fraktion zu. Bei der Forderung aber beispielweise nach Mitspracherecht bei personellen Entscheidungen, auch und insbesondere bei der Auswahl von Personal kann die CDU nicht zustimmen. Aus Sicht der CDU greift diese Forderung viel zu weit in die Verantwortung und auch Autonomie des Trägers der kath. KiTa ein. „Gibt es irgendeinen Grund für diese Forderung? Warum soll die Gemeinde an diesem Punkt mitsprechen? Und wie will die SPD ein solches Vorgehen überhaupt organisieren?“, fragt sich Andreas Zorn, CDU Fraktionsvorsitzender. Immerhin wird die Personalausstattung in den KITAs durch den Betreuungsschlüssel vorgegeben.

Völlig unverständlich ist zudem die Forderung, sollten nicht alle Forderungen erfüllt werden, soll der Gemeindevorstand nach Möglichkeiten suchen die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche zu beenden. Eine, aus Sicht der CDU, fahrlässige Forderung, dessen Folgen überhaupt nicht absehbar sind. Die Gemeinde wäre ohne die katholische KITA nicht mehr in der Lage den gesetzlichen Betreuungsauftrag zu erfüllen, ein nicht absehbares finanzielles Risiko, muss doch die Gemeinde, wenn sie nicht ausreichend Betreuungsplätze vorhalten kann, den betroffenen Eltern einen adäquate Alternative zahlen. Viel schlimmer als das finanzielle Risiko ist aber die Unsicherheit, die der SPD Antrag bei den Eltern und Mitarbeitern der kath. KITA ausgelöst hat. Das wichtigste für die jungen Familien ist die Sicherheit, dass die Kinder bestens betreut werden und es keine Unsicherheit für die Zeit bis zum Eintritt in die Schule gibt. Daher steht die CDU Fraktion zur katholischen KiTa. Im zuständigen Ausschuss strebt die CDU Fraktion daher einen partnerschaftlichen Dialog mit dem katholischen Träger zu allen offenen Fragen an.

Wichtig ist der CDU Fraktion auch, über Fragen möglicher Erweiterungen der KiTa Plätze zu sprechen. „Sollte die Nachfrage nach Waldkindergartenplätzen nachlassen und die Nachfrage nach Betreuung in der KiTA steigen oder auch neue Baugebiete ausgewiesen werden, hat die Gemeinde keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung. Hier kann der katholische Träger als Partner möglicherweise einspringen“ fordert Zorn einen zukunftsorientierten Dialog mit der katholischen Kirche.

Die CDU fordert auch, dass die aktuelle Situation der kommunalen KITA auf die Tagesordnung des Ausschusses kommt. Hier häuften sich in den ersten Monaten des Jahres die krankheitsbedingten Ausfalltage. Berufstätige Eltern mussten kurzfristig Urlaub nehmen oder sich anderweitig um die Betreuung ihrer Kinder kümmern. Dies war in den letzten Jahren in der katholischen Kindertagesstätte nie der Fall, obwohl auch hier Erzieher krank waren oder Urlaub hatten. Aus Sicht der CDU ist es dringend erforderlich, dass die Schwierigkeiten in der kommunalen Kita schnellstens gelöst werden. Und dass in Zusammenarbeit mit dem katholischen Träger ein zukunftsweisendes Konzept zur Kinderbetreuung ausgearbeitet werden muss. „Dies darf aber nicht, wie in den letzten Jahren geschehen, nur an „runden Tischen“ passieren über deren Ergebnisse die Gemeindevertreter nicht informiert werden, sondern im entsprechenden Fachausschuss der Gemeindevertretung“, so Zorn abschließend.

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