Im Rheingau-Taunus-Kreis ist es bisher erfolgreich und mit vereinten Kräften gelungen, die Pandemie einigermaßen in Grenzen zu halten. Dennoch sind auch hier Opfer zu beklagen. Auch die Mutter eines Kiedricher CDU-Partei-Mitglieds ist an dem Covid-19-Virus verstorben. So stößt es bei den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Kiedrich auf absolutes Unverständnis, wenn man die Gefährlichkeit der Pandemie leugnet und gegen die erforderlichen Schutzmaßnahmen demonstriert. Und es wird als Verhöhnung der an Covid-19-Virus verstorbenen Menschen empfunden.

Das Demonstrationsrecht ein grundlegendes demokratisches Rechtsinstitut. Ist es aber notwendig, dass Großstädter zu einem Massenauflauf in einer kleinen Gemeinde aufrufen mit Teilnehmern, die wenig bis kein Interesse haben, sich an die notwendigen Schutzregeln zu halten? Die „Querdenken“-Demos sind ja dafür berüchtigt, dass dort nicht nur gesundheits- und menschengefährdendes Gedankengut, sondern auch tatsächlich das Virus verbreitet wird. Es fördert nicht das Vertrauen in die Demokratie, wenn das Wahrnehmen von Grundrechten von anderen als Bedrohung wahrgenommen werden muss. Wenn also diese Leute unbedingt demonstrieren wollen, warum nicht dort, wo sie herkommen und wo genug Platz dafür vorhanden ist?

Die Menschen im Kreis und in Kiedrich halten sich seit Monaten an die Hygieneregeln und es ist nicht hinzunehmen, dass solche selbsternannten „Querdenker“ die dadurch mühsam errungenen Erfolge bei der Eindämmung der Pandemie gefährden. Da könnte man schon erwarten, dass Demonstrationen so genehmigt werden, dass dabei nicht notwendige Mobilität vermieden wird.

In Kiedrich verwahrt man sich auch gegen das Ansinnen der „Querdenken“-Veranstalter, den Heiligen Valentin für ihre Ziele einzuspannen. St. Valentin ist der Patron unserer katholischen Kirche und wird hier seit Jahrhunderten als Helfer bei Epilepsieerkrankungen verehrt. Zwar mag es auch hilfreich sein, ihn bei „geistiger Verblendung“ anzurufen, aber dazu muss man in der gegenwärtigen Lage nicht unbedingt nach Kiedrich reisen.

Auch wenn es reizt, den „Querdenken“ unsere Haltung zu verdeutlichen, unterstützt die CDU Kiedrich den Aufruf der Gemeindeverwaltung an die Bürgerinnen und Bürger, die Veranstaltung und den Kontakt mit den Teilnehmern zur eigenen Sicherheit zu meiden. Wir sind uns sicher, dass die Ordnungskräfte dafür Sorge tragen, dass die Veranstaltung auf den Zentralparkplatz beschränkt bleibt und die Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Und dass bei Verstößen diese Demonstration beendet wird.

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